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Aktuelles

Ein Kurzbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beleuchtet die Arbeitsmarktintegration der 2015 zugezogenen Geflüchteten in Deutschland – einen zentralen Indikator wirtschaftlicher und sozialer Teilhabe.

Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten verknüpft mit der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Die Beschäftigungsquoten der 2015 zugezogenen Geflüchteten haben sich weitgehend dem Niveau des Bevölkerungsdurchschnitts in Deutschland angenähert. Die Beschäftigungsquote der 2015 nach Deutschland zugezogenen Schutzsuchenden belief sich neun Jahre nach dem Zuzug auf 64 Prozent, im Vergleich zu 70 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Mit einer Beschäftigungsquote von 76 Prozent bei den Männern und 35 Prozent bei den Frauen besteht nach wie vor ein erhebliches Gefälle zwischen den Geschlechtern. Geflüchtete Männer sind sogar etwas häufiger beschäftigt als Männer im Bevölkerungsdurchschnitt.

Die Beschäftigungsquote geflüchteter Frauen – obwohl sie in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist – weiterhin deutlich darunter. Dies ist nicht allein auf Kinderbetreuung zurückzuführen, sondern auch auf strukturelle Faktoren. Dazu gehören geringere Bildungsabschlüsse, eingeschränkte berufliche Verwertbarkeit mitgebrachter Qualifikationen, die Konzentration auf reglementierte Berufe sowie gesundheitliche Einschränkungen und fehlende soziale Netzwerke. Befunde unterstreichen den Bedarf an gezielten geschlechterspezifischen Integrationsmaßnahmen.

IAB-Kurzbericht 17/2025: 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Haben wir es geschafft? Eine Analyse aus Sicht des Arbeitsmarktes

IAB-Forumsbeitrag: 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Was Integration fördert und was sie bremst