Aktuelles
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz veröffentlichte den Jahresbericht Gesundheitsberuferegister 2024. Das Register (GBR) enthält Informationen über die Berufsberechtigungen der einzelnen Berufsangehörigen. Ein Ziel der Führung eines Gesundheitsberuferegisters ist es, die beruflichen Qualifikationen aller betroffenen Berufsangehörigen zu erfassen und einsehbar zu machen.
Im GBR werden sowohl innerstaatliche Abschlüsse von Angehörigen der Gesundheits- und Krankenpflege-(GuK)-Berufe als auch im Ausland erworbene Abschlüsse, die grundsätzlich durch EWR-Anerkennung oder Nostrifikation in Österreich anerkannt werden müssen, erfasst.
Unter allen GuK-Berufen wurden rund zwölf Prozent aller Ausbildungsabschlüsse im Ausland erworben. 158.080 Ausbildungen wurden in Österreich, 14.002 in einem EU- oder EWR-Land inkl. Schweiz und 6.959 in einem Drittstaat abgeschlossen. Im Vergleich zu 2022 gibt es 2.641 mehr anerkannte Abschlüsse aus dem Ausland (2022: 12.978 aus einem EU- oder EWR-Land inkl. Schweiz und 5.342 aus einem Drittstaat).
88 Prozent aller Berufsberechtigten in den GuK-Berufen haben ihre berufliche Erstqualifikation in Österreich erworben. Eine Analyse nach Bundesländern zeigt hier Unterschiede: Der Anteil der Berufsangehörigen mit inländischem Abschluss reicht von 76 Prozent in Wien bis 94 Prozent in Kärnten. In Wien haben mehr als ein Viertel die Erstqualifikation in der Diplomierter Gesundheits- und Krankenpflege nicht in Österreich erworben, wohingegen der entsprechende Wert in Kärnten nur sechs Prozent beträgt. Bei den Pflegefachassistent:innen haben in der Steiermark inzwischen 41 % ihre Ausbildung im Ausland erworben.
Neben dem Land der beruflichen Erstausbildung wird auch die aktuelle Staatsbürgerschaft erhoben. Eine Analyse dieser Daten zeigt, dass 86 Prozent der GuK-Berufsangehörigen österreichische Staatsbürger:innen sind. Von den Angehörigen der GuK-Berufe mit ausländischer Staatsangehörigkeit kommt ein Großteil aus den angrenzenden Staaten Deutschland (18 %), Slowakei (12 %), Slowenien (6 %) und Ungarn (7 %).
In den MTD-Berufen (Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Logopädie, Orthoptik, Physiotherapie, Radiologietechnologie) erwarben hingegen mindestens 90 Prozent der Berufsangehörigen ihre berufliche Erstqualifikation in Österreich. Nur bei den Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten haben 30 % ihre Ausbildung im Ausland erworben, größtenteils mit einem EU-Abschluss.
Jahresbericht Gesundheitsberuferegister 2024
Factsheet: Zahlen und Fakten aus dem Gesundheitsberuferegister