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Aktuelles

Die Regelungen zur Fachkräfteeinwanderung wurden seit 2023 schrittweise reformiert. Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss der Reformen zeigen aktuelle Befunde, dass die große Mehrheit der deutschen Betriebe nach wie vor keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten rekrutiert.  Das ergibt sich aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das Bild ist allerdings sehr heterogen:

Der Anteil der Betriebe, die Arbeitskräfte aus Drittstaaten eingestellt haben, steigt mit der Betriebsgröße: Nur 2 Prozent der kleineren Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten haben in den vergangenen zwölf Monaten Arbeitskräfte aus Drittstaaten rekrutiert. Bei Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten sind es dagegen 12 Prozent, bei Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten 16 Prozent.

Auf Branchenebene zeigen sich folgende Unterschiede: Mit einem Anteil von knapp 7 Prozent hat das Gastgewerbe am häufigsten Arbeitskräfte aus Drittstaaten rekrutiert, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Bereich Handel und Verkehr mit jeweils rund 5 Prozent. Unterdurchschnittlich haben die Land- und Forstwirtschaft, der Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen sowie das verarbeitende Gewerbe aus Drittstaaten eingestellt.

Sprachbarrieren, Ungewissheit über die Qualifikation und Zufriedenheit mit dem inländischen Arbeitsangebot sind die häufigsten Gründe für Betriebe, keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten eingestellt zu haben.

Betriebe mit Rekrutierungserfahrungen aus Drittstaaten nennen am häufigsten den bürokratischen Aufwand und Sprachbarrieren als Hürden.

IAB-Kurzbericht 19/2026: Trotz grundsätzlich hoher Bereitschaft: Nur ein kleiner Teil der Betriebe rekrutiert aus Drittstaaten