Aktuelles
Deutschland ist auf internationale Fachkräfte im Gesundheitssystem angewiesen, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen.
2025 sind rund 1,9 Millionen Pflegekräfte in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Während die Zahl der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit in den Pflegeberufen in den letzten Jahren stagniert oder rückläufig ist, verzeichnen ausländische Beschäftigte in den Pflegeberufen einen starken Zuwachs. Ihre Zahl stieg innerhalb von zehn Jahren um fast 270 Prozent auf 360.000. Seit 2022 ist die Zahl der Beschäftigten in der Pflege nur noch aufgrund ausländischer Arbeitskräfte gestiegen.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ärztinnen und Ärzte lag in Deutschland 2025 bei rund 338.000 Personen. Davon haben 18 Prozent einen ausländischen Pass. 2015 waren es noch 12 Prozent. In der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ärzteschaft insgesamt nimmt der Frauenanteil stetig zu und liegt derzeit bei gut 55 Prozent. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, also solche mit eigener Praxis, als Selbständige nicht in der Beschäftigungsstatistik erfasst werden. Die Gesamtzahl liegt also deutlich höher.
2025 starteten die Bundesärztekammer, Bundespsychotherapeutenkammer, Deutscher Hebammenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Deutscher Pflegerat, Marburger Bund und ver.di einen gemeinsamen Aufruf, mit dem sie festhalten, dass Fachkräfte aus dem Ausland unverzichtbar für eine flächendeckende Krankenhausversorgung sind. Auch deshalb muss
Deutschland ein weltoffenes und tolerantes Land bleiben.
Die Bedeutung internationaler Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte in Deutschland; Jeanette Carstensen, Holger Seibert, Doris Wiethölter; Sept. 2026





