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Aktuelles

28 % der Menschen in Österreich haben Migrationshintergrund – das heißt, sie selbst oder ihre beiden Eltern wurden im Ausland geboren. Dieser Anteil ist seit 2010 kontinuierlich gestiegen. Österreichs Bevölkerung wuchs in den letzten Jahren nur durch Zuwanderung, da bereits seit 2020 jährlich mehr Menschen sterben als geboren werden.

Unter den knapp 1,9 Millionen (1.881.300) am 1. Jänner 2026 in Österreich lebenden ausländischen Staatsangehörigen stellen deutsche Staatsbürger:innen mit 242.300 Personen – wie auch in den Vorjahren – die größte Gruppe dar. Es folgen Personen mit rumänischem (157.700), türkischem (123.400) und serbischem Pass (122.500). Auf den Rängen 5 bis 10 finden sich Staatsangehörige aus Ungarn, Syrien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, der Ukraine sowie Polen.

Eine zentrale Rolle für gesellschaftliche Teilhabe spielt Bildung. Der Bildungsstand von Menschen mit Migrationshintergrund hat sich seit 2010 deutlich verbessert. So sank der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund mit maximal einem Pflichtschulabschluss von 30 % (2010) auf 23 % (2025), während der Anteil von Hochschulabsolvent:innen von 18 % (2010) auf 27 % (2025) anstieg. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund weisen 8 % im Jahr 2025 maximal einen Pflichtschulabschluss und 23 % einen Hochschulabschluss auf.

Im Jahr 2024/25 wurde bei 12.300 Personen eine Bewertung/Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen vorgenommen. Beinahe vier von zehn entfielen auf Staatsangehörige der EU, weitere 9 % betrafen im Ausland erworbene Qualifikationen von österreichischen Staatsangehörigen. Bewertet/anerkannt wurden vor allem universitäre Ausbildungen (58 % der Fälle), gefolgt von mittleren Qualifikationen (29 %).

Beschäftigte ohne Migrationshintergrund arbeiteten im Jahr 2025 am häufigsten in den Branchen Sachgütererzeugung (15 %) und Handel (13 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (12 %) sowie in der öffentlichen Verwaltung und Verteidigung (9 %).

Zugewanderte der ersten Generation arbeiteten vor allem in der Sachgütererzeugung (14 %), im Handel (13 %), in der Beherbergung und Gastronomie (11 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (10 %) sowie im Bauwesen (9 %).

Ausländische Staatsangehörige aller Bildungsschichten hatten 2025 eine höhere Arbeitslosenquote (11,0 %) als österreichische Staatsangehörige. Die Unterschiede waren bei Personen mit Lehr- bzw. BMS-Abschluss am geringsten ausgeprägt (7,1 % gegenüber 5,9 %). Bei Personen mit einem Universitätsabschluss (6,0 % gegenüber 3,0 %) bzw. Matura (9,3 % gegenüber 4,6 %) war die Arbeitslosenquote bei ausländischen Staatsangehörigen hingegen doppelt so hoch wie bei Personen mit österreichischem Pass.

Die Migrationserhebung erfragt die subjektive Wahrnehmung von Integrationsthemen. Die Ergebnisse für 2026 zeigen, dass die große Mehrheit der Zugewanderten eine positive Bindung zu Österreich hat. Insgesamt geben drei Viertel (75 %) der im Ausland Geborenen an, sich Österreich zugehörig zu fühlen. Besonders stark ist die gefühlte Bindung bei Zugewanderten aus Syrien (83 %) und Afghanistan (80 %), am geringsten bei in der Ukraine Geborenen (66 %).

Gleichzeitig empfinden viele Zugewanderte weiterhin eine deutliche Bindung zu ihren Herkunftsländern, wenn auch im Durchschnitt geringer ausgeprägt als zu Österreich.

Pressemitteilung der Statistik Austria, 11. September 2026

Statistisches Jahrbuch - Migration und Integration 2026, Statistik Austria